Flüchtlingsarbeit

Hohes freiwilliges Engagement in der Flüchtlingsarbeit – über 300 Männer und Frauen sind dabei!

Über 850 Flüchtlinge leben derzeit in der Stadt Andernach und den Verbandsgemeinden Pellenz und Weißenthurm, also in dem Bereich, den das Dekanat Andernach umfasst.

Und in allen drei kommunalen Gebieten haben sich  Initiativen, Gruppierungen mit über 300 Frauen und Männern gebildet, die sich für sie einsetzen, ihnen ein Willkommen bereiten wollen.

Sie bieten Treffpunkte an, z.B. Cafés, die dem Kennenlernen dienen, dem gegenseitigen Austausch und nicht zuletzt dem Feiern.

Viele Freiwillige engagieren sich als Paten, die  erste Ansprechpartner für einzelne Personen oder auch für Familien sind. Angeboten werden auch Sprachkurse, Hilfe bei Behörden- und Arztgängen, Fahrdienste, Unterstützung bei den ersten Besuchen in den Kindertagesstätten und Schulen, und auch bei der Suche nach Ausbildungs- und Arbeitsplätzen.  Dabei werden oft Dolmetscher benötigt, die häufig aus den Reihen der eigenen Landsleute kommen, die schon länger in Deutschland sind. Nicht zuletzt sind Freizeitangebote von Bedeutung, z.B. Musik und Sport.

Eine wichtige Erfahrung bei allem Engagement ist: die Menschen brauchen auch Ruhe und Zeit. Sie kommen zu uns nach einer oft langen, anstrengenden und gefährlichen Flucht. Sie haben ihre Heimat verlassen, weil sie keine Chance mehr zum (Über-)leben gesehen haben. Sie kommen in eine Welt, eine Kultur, die zunächst einmal fremd ist.

Integration geschieht nach und nach: sie lernen Menschen kennen, die Sprache, die Sitten. Und nach und engagieren sie sich auch selbst wieder für andere Flüchtlinge, die nach ihnen gekommen sind. Deshalb geschieht die Flüchtlingsarbeit nicht mehr nur für Flüchtlinge, sondern mit Flüchtlingen. 

Wertvoll für die Integration sind  auch Kindertageseinrichtungen und Schulen, sowie die örtlichen Vereine; hier kann Integration ganz konkret gelebt werden.

Derzeit leben ca. 350 Flüchtlinge in der Stadt Andernach, ca. 370 in der Verbandsgemeinde Weißenthurm und ca. 150 in der Verbandsgemeinde Pellenz. 

Sie sind überwiegend aus Syrien und Afghanistan gekommen. Auch Menschen aus afrikanischen Ländern wie Eritrea und Somalia haben bei uns Zuflucht gesucht. Aus dem Westbalkan haben sich in den letzten Monaten  immer weniger Menschen auf den Weg zu uns gemacht, da es nur wenig Aussicht gibt, als Asylbewerber/in anerkannt zu werden. Unklar ist, wie es weitergeht, da durch Zäune und politische Regelungen immer mehr Menschen die Möglichkeit genommen wird, nach Europa zu flüchten.

In Andernach geschieht ein Großteil der Flüchtlingsarbeit im Haus der Familie. Daneben ist auch das alte Pfarrheim der Pfarrei Maria Himmelfahrt mit der Tafel und dem Basar im Tafelhaus ein wichtiger Anlaufpunkt.

In der Verbandsgemeinde Pellenz liegt die Flüchtlingsarbeit in Händen der Initiative „Fremde werden Freunde“ in Trägerschaft des Dekanats Andernach-Bassenheim.

Und in der Verbandsgemeinde Weißenthurm ist die Gruppierung  „Helfende Hände  in der Verbandsgemeinde Weißenthurm“ für die Arbeit verantwortlich.

 

Pellenz: Initiative „Fremde werden Freunde

Kontakt:
Günter Leisch, Pastoralreferent
Tel.: 02630 84349; kontakt(at)aus-fremden-werden-freunde.de 
s. auch www.fremde-werden-freun.de

Treff: „Café der Kulturen" im
katholischen Pfarrheim Plaidt, Mühlenstr. 10;
geöffnet:  jeden Samstag von 09:00-12.00 Uhr

Weißenthurm: Helfende Hände

 Kontakt in der Verbandsgemeinde Weißenthurm,
c/o Andreé Garmijn, Tel.: 0176 64021126;  andree.garmijn(at)vgwthurm.de,
s. auch www.helfendehaende.info  

Offener Treff: dienstags von 13:00–16:00 Uhr
im Jugendtreff, Kirchstr. 3

Andernach: Haus der Familie

Kontakt:
Mahnaz Loosen Tel.: 0177 1473147,
mahnazl(at)ymail.com;
Infotheke: 02632 922352,
Mo.–Mi. 8:00–16:00, Do. 8:00–18:00, Fr. 8:00–12:00 Uhr
http://www.andernach.de/de/leben_in_andernach/fluechtlinge.html

Treff: Sprechstunde für Migranten:  donnerstags von 10:00 bis 15:00 Uhr